Zeeland mit Hund


Barfuß durch den Sand, der Wind weht durchs Haar, Möwen kreischen und in der Ferne galoppieren zwei Reiter über den Strand. Nein, ich gucke keinen Rosamunde Pilcher Film. Ich bin in Zeeland… und das ist mindestens genauso schön! Erst recht, wenn man mit Hund dort ist. Die Niederlande haben mich schon seit Jahren verzaubert und mehrfach im Jahr zieht es mich dort hin. Zum Hundetraining, aber auch privat zum Urlaub. Das Gefühl der Entschleunigung tritt schon ein, sobald man mit dem Auto die Grenze überquert. Die Häuser werden kleiner, die Landschaft weiter und spätestens wenn auf der Autobahn die Ampel auf Rot schaltet, weil eine Zugbrücke hochfährt, um Boote passieren zu lassen, ist man in einer anderen Welt angekommen.



Zeeland liegt im Südwesten der Niederlande und besteht aus mehreren Inseln und Halbinseln. Als Wasserliebhaber ist man hier im Paradies. Die Nordsee, die Meeresarme Ooster- und Westerschelde, Grachten, Häfen, kleine Seen und Bäche. In Zeeland findet das Leben am und auf dem Wasser statt. Direkt an der Zee gelegene Orte wie Domburg und Westkapelle laden zu einem Stadtbummel und anschließendem Verweilen auf der Promenade ein. Wenn ihr mit Hund in Domburg seid, ist ein kleiner Abstecher zu Dogsmopolitan ein Muss. In der liebevoll ausgestatteten Hundeboutique findet ihr alles was das Herz begehrt und auch viele schöne Dinge, von denen ihr vorher noch gar nicht wusstet, dass ihr sie braucht :-)



Auch die Orte im Landesinneren haben ihren Reiz. Middelburg  ist mit seinem historischen Stadtkern, den verwinkelten Gassen und gemütlichen Straßencafés mit Blick auf die Grachten und im Wasser dümpelnden Schiffe immer einen Ausflug wert. Richtig verzaubert hat mich auch der kleine Ort Veere, der fast vollständig von Wasser umgeben ist. Zu Recht zählt Veere zu einem der schönsten Orte in ganz Zeeland. Früher war hier ein bedeutender Handelsort für Tuch- und Wollwaren dem Veere seinen Wohlstand verdankt. Heute prägen Boote und Yachten das Stadtbild.



Die Landschaft zwischen den Orten ist typisch niederländisch. Windmühlen, weite Felder auf denen Kühe und Schafe grasen und Wälder die zum Wandern einladen. Ein besonders schöner Wald ist „De Manteling“ zwischen Domburg und Oostkapelle. Hier stehen vom Nordseewind geformte Bäume die fast etwas verwunschen aussehen. Durch den Wald ist es nur ein Katzensprung und man hat den breiten Strand erreicht.

Eine ganz besondere Atmosphäre herrscht auf den Dämmen die die Inseln verbinden. Passiert man das Oosterscheldesperrwerk mit dem Auto, hat man das Gefühl mitten durchs Meer zu fahren. An mehreren Stellen gibt es Parkmöglichkeiten, um die Aussicht zu genießen. Es lohnt sich auf jeden Fall etwas Zeit mitzubringen und einen Abstecher in das Besucherzentrum Nationalpark Oosterschelde zu machen. Für Fischliebhaber ist ein Besuch bei Neeltje Jans Pflicht. Hier gibt es unschlagbar guten Kibbeling, Frites und Muscheln.


Auf dem 6 Kilometer langen Brouwersdam geht es etwas trubeliger zu. Meine Textkorrektur wollte trubeliger gerade in trübseliger umwandeln, die kennt den Brouwersdam wohl nicht, denn er ist das genaue Gegenteil von trübselig :-) Hier ist „the place to be“ für Surfer und Kitesurfer. Mit dem Wohnmobil oder Auto kann man direkt in erster Reihe mit Meerblick parken und den Tag bis zum Sonnenuntergang auf dem Wasser oder im Liegestuhl genießen. Seid ihr regelmäßig mit dem Wohnmobil unterwegs und neugierig auf den Brouwersdam? Dann schaut doch mal im Blog von Stranddeko vorbei. Frohmut und Bo berichten regelmäßig von dort und anderen schönen Orten.

Na, wer will jetzt nicht sofort losfahren? Bei der Unterkunft habt ihr die Qual der Wahl. Ferienwohnung, Bed & Breakfast, Campingplatz. Besonders toll sind die Strandhäuser direkt am Meer. Hier findet ihr die passende Unterkunft